Neues Fachzentrum für die Energiewende in Südafrika: ENERGISE startet mit Symposium und Eröffnung des ersten Living Labs
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Das Symposium brachte Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Politik und Förderorganisationen beider Länder zusammen. Im Mittelpunkt standen der Aufbau gemeinsamer Forschungsaktivitäten, neue Formate für Lehre und Austausch sowie die Frage, wie die Energiewende ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltig gestaltet werden kann.
Langfristige Partnerschaft für globale Herausforderungen
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Zeblon Vilakazi, Vice-Chancellor und Principal der Wits University, sowie Prof. Juliane Winkelmann, Executive Vice President für International Alliances and Alumni der TUM. Zu den Gästen gehörten Erik Hansalek, Leiter der Abteilung Afrika und Naher Osten im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), sowie Vertreter des DAAD und der deutschen Botschaft in Südafrika
In ihrem Grußwort betonte Prof. Winkelmann die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit mit Südafrika:
„Südafrika ist einer der stärksten und dynamischsten Partner der TUM in Afrika. Gemeinsam entwickeln wir Lösungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Energie, Innovation und Hochschulbildung. ENERGISE baut auf vielen Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit auf und schafft eine starke Grundlage für das nächste Kapitel der afrikanisch-deutschen Kooperation.“
Gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen und globaler Unsicherheiten seien verlässliche internationale Partnerschaften wichtiger denn je. Das Fachzentrum wurde unter der Leitung von Prof. Frank-Martin Belz gemeinsam mit den südafrikanischen Partneruniversitäten aufgebaut und knüpft an langjährige Kooperationen zwischen der TUM und Hochschulen in Südafrika an. ENERGISE schafft einen neuen Rahmen für gemeinsamen Wissensaustausch und Innovation.
Neue Möglichkeiten für Forschung, Lehre und Praxis

Neben seiner Forschungsagenda eröffnet ENERGISE neue Perspektiven für Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in frühen Karrierephasen. Geplant sind gemeinsame Lehrangebote, interdisziplinäre Forschungsprojekte, akademische Austauschprogramme und internationale Summer Schools.
Wie Forschung, Lehre und gesellschaftlicher Transfer im Zentrum zusammenwirken sollen, wurde bereits am Folgetag des Symposiums deutlich: Die Teilnehmenden reisten nach Ermelo in der Provinz Mpumalanga, wo das erste ENERGISE Living Lab an der Wits University offiziell eröffnet wurde. Bei Vor-Ort-Besuchen und Gesprächen mit lokalen Akteurinnen und Akteuren erhielten die Gäste Einblicke in die Chancen und Herausforderungen einer gerechten Energiewende in der Region.
Ein besonderer Höhepunkt war die feierliche Eröffnung des Living Labs durch Prof. Belz. Das Living Lab dient als Plattform für Zusammenarbeit und gemeinsame Entwicklung. Es bringt Forschende, Studierende, Kommunen sowie Partner aus Politik und Praxis zusammen, um innovative Lösungen für die Energiewende unter realen Bedingungen zu entwickeln, zu testen und weiterzuentwickeln.
Die Einblicke in Ermelo verdeutlichten den Ansatz von ENERGISE: Forschung, Lehre und Innovation werden gezielt mit den Erfahrungen und Bedarfen der Menschen vor Ort verknüpft, um praxisnahe Lösungen für die Energiewende zu entwickeln.
Was ist ENERGISE?
ENERGISE (ENabling a Just Energy Transition through Renewable Energy, Governance, and Innovative Sustainable Entrepreneurship) ist ein vom DAAD gefördertes Fachzentrum für die Energiewende in Südafrika.
Koordination: Technische Universität München (TUM)
Partneruniversitäten:
- University of the Witwatersrand
- University of Johannesburg
- Tshwane University of Technology
- University of Venda
Laufzeit: 2026 bis 2030
Forschung für eine gerechte Energiewende
Die Aktivitäten des Zentrums basieren auf drei Säulen: Qualifizierung, Forschung und Transfer. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete gesellschaftliche Wirkung zu überführen und den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken.